Wasserschaden durch Aquarium und Zimmerbrunnen: Wer haftet – und wie man am besten vorbeugt

Aquarien und Zimmerbrunnen sorgen für eine angenehme Wohnatmosphäre. Doch tritt Wasser unkontrolliert aus, können innerhalb kurzer Zeit erhebliche Schäden entstehen. Umso wichtiger ist es, typische Risiken zu kennen und den eigenen Versicherungsschutz richtig einzuordnen.

Ein geplatzter Schlauch, eine poröse Dichtung oder ein unbeabsichtigter Stoß genügen, um große Mengen Wasser freizusetzen. Besonders größere Aquarien bringen ein hohes Gewicht mit sich, das Böden und Decken belastet. Deshalb sollten Standort, Unterbau und Statik vor dem Aufbau sorgfältig geprüft werden. Bei sehr großen Anlagen empfiehlt sich die Beratung durch eine Fachperson.

Welche Versicherung schützt?
Für Schäden am eigenen Inventar greift die Hausratversicherung; sie ersetzt beschädigte Möbel, Teppiche oder Elektrogeräte. Schäden in der Nachbarwohnung übernimmt die private Haftpflichtversicherung. Viele Tarife schließen Aquarien und Zimmerbrunnen ohne Zusatzbaustein ein, allerdings meist mit Größenbegrenzungen. Häufig ist ab etwa 500 Litern eine Meldung nötig, bei sehr großen Becken können Zuschläge anfallen.

Nicht inbegriffen sind statische Folgeschäden oder allmähliche Feuchtigkeitsschäden – hier lohnt ein Blick in die Vertragsbedingungen.

Wann Versicherungen nicht leisten
Grobe Fahrlässigkeit zählt zu den wichtigsten Ausschlussgründen. Dazu gehört etwa ein unbeaufsichtigter Wasserwechsel oder die Missachtung erkennbarer Schäden an Schläuchen oder Dichtungen. Werden Meldepflichten bei großen Becken nicht eingehalten, kann dies ebenfalls den Versicherungsschutz gefährden. Vorsätzlich oder bewusst in Kauf genommene Schäden führen grundsätzlich zum Verlust der Leistung.

Wie sich Schäden vermeiden lassen
Regelmäßige Kontrollen an Schläuchen, Dichtungen und Pumpen sind entscheidend. Ein stabiler Unterbau und eine wasserfeste Unterlage mindern das Risiko für einen Wasserschaden deutlich. Wasserwechsel gehören stets beaufsichtigt. Wassermelder können früh alarmieren und größere Schäden verhindern. Zimmerbrunnen profitieren von entkalktem Wasser, Aquarien von stabilen Wasserwerten und einer verlässlichen Technikpflege.

Richtig handeln, wenn Wasser austritt
Kommt es trotz Vorsicht zu einem Schaden, ist schnelles Handeln nötig. Zunächst sollten Wasserzufuhr und Strom im betroffenen Bereich abgeschaltet werden. Danach gilt es, das ausgetretene Wasser aufzunehmen und gefährdete Gegenstände zu sichern. Eine genaue Dokumentation mit Fotos erleichtert die spätere Schadenabwicklung, und natürlich sollte die Versicherung umgehend informiert werden. Bei größeren Wassermengen kann eine professionelle Trocknung erforderlich sein, um Folgeschäden wie Schimmel zu vermeiden.

Fazit
Aquarien und Zimmerbrunnen bereichern das Zuhause, verlangen aber Aufmerksamkeit und regelmäßige Pflege. Wer Meldepflichten beachtet, Technik und Dichtungen im Blick behält und den Versicherungsschutz kennt, kann die beruhigende Wirkung des Wassers genießen – ohne böse Überraschungen befürchten zu müssen.

GEV Grundeigentümer-Versicherung

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