So sorgen Sie für gute Wohnraumluft

Ein gesundes Raumklima ist wichtig für unser Wohlbefinden – und unsere Gesundheit. Ob in Schulen, Büros oder unseren eigenen vier Wänden – eine gute Innenraumluft ist unerlässlich und mit einfachen Maßnahmen zu erreichen.

Unser moderner Lebensstil hat dazu geführt, dass wir den Großteil unserer Zeit in geschlossenen Räumen verbringen – nicht immer unter den besten Bedingungen. Wenn Räume nicht ausreichend mit frischer Außenluft versorgt werden, kann sich die Luft mit Schadstoffen, Staub, Allergenen und chemischen Verbindungen anreichern. Darüber hinaus können Bau- und Einrichtungsmaterialien, Haushaltschemikalien, Schimmel und auch die Ausdünstungen elektronischer Geräte die Luftqualität beeinträchtigen.

Studien haben in den letzten Jahren immer wieder gezeigt, dass schlechte Luftqualität in Innenräumen zu gesundheitlichen Problemen von Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen bis hin zu Allergien und Atemwegserkrankungen führen kann. Besonders anfällig sind Kinder, ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen.

Um konzentriert arbeiten zu können, das Risiko von gesundheitlichen Problemen zu reduzieren und sich einfach wohlzufühlen, ist eine gute Luftqualität enorm wichtig. Die gute Nachricht: Schon mit einfachen Maßnahmen lässt sich die Raumluft erheblich verbessern.

Schadstoffbelastung reduzieren

Zunächst einmal gilt es, die Quellen von Schadstoffen zu identifizieren und vor allem: zu minimieren. Die Verwendung von umweltfreundlichen Reinigungsprodukten ist ein erster Schritt, um die Schadstoffbelastung in Innenräumen zu reduzieren. Herkömmliche Reinigungsmittel enthalten oft eine Vielzahl von chemischen Inhaltsstoffen, die gesundheitsschädlich sein können und zur Luftverschmutzung beitragen. Umweltfreundliche Reinigungsprodukte sind dagegen biologisch abbaubar und enthalten keine gefährlichen Chemikalien. Sie sind eine sichere Alternative, die sowohl die Gesundheit der Anwender als auch die Qualität der Innenraumluft schützt.

Ein weiterer Schritt zur Reduzierung der Schadstoffbelastung besteht darin, den Einsatz von chemischen Lösungsmitteln zu begrenzen. Lösungsmittelhaltige Substanzen wie Farben, Lacke, Klebstoffe und Teppichkleber können flüchtige organische Verbindungen freisetzen, die die Raumluftqualität negativ beeinflussen und gegebenenfalls gesundheitliche Probleme verursachen. Durch die Verwendung von lösungsmittelfreien oder -armen Produkten lässt sich die Schadstoffbelastung erheblich mindern.

Ebenso wichtig wie das Reduzieren von Schadstoffen sind regelmäßige Wartungs- und Reinigungsmaßnahmen, um die Luftqualität zu erhalten. Dazu gehört es, Innenräume regelmäßig zu entstauben und beispielsweise Teppiche und Polstermöbel gründlich zu reinigen. Wer feuchte Stellen oder gar Schimmel entdeckt, sollte diese umgehend beseitigen, da sie die Luftqualität erheblich beeinträchtigen können. Sind Belüftungssysteme im Einsatz, sollte man diese ebenfalls regelmäßig warten und reinigen lassen, um Ansammlungen von Schmutz und Schadstoffen zu reduzieren.

Regelmäßiges Lüften ist A und O

Eine der wichtigsten Maßnahmen für ein gutes Raumklima ist das regelmäßige Lüften. Um eine optimale Belüftung zu gewährleisten, sollte mehrmals am Tag für kurze Zeit stoßgelüftet werden, das heißt: Heizungen im Winter herunterdrehen und die Fenster sowie Türen für einen Zeitraum von fünf bis zehn Minuten weit öffnen. Durch diesen Luftaustausch gelangt frische Luft in die Räume, ohne dass sie zu stark auskühlen. In Gebäuden mit begrenzten Belüftungsmöglichkeiten sollten mechanische Lüftungssysteme verwendet werden, um einen kontinuierlichen Luftaustausch zu gewährleisten.

Ein weiterer Ansatzpunkt zur Verbesserung der Luftqualität ist die Installation von Luftreinigungsgeräten. Sie filtern Schadstoffe, Allergene und Partikel aus der Luft und sorgen so für eine sauberere und gesündere Raumluft. Die Verwendung solcher Geräte ist insbesondere in solchen Innenräumen sinnvoll, in denen eine hohe Belastung durch Luftverschmutzung besteht, wie beispielsweise in stark befahrenen urbanen Gebieten oder in der Nähe von Industrieanlagen.

Luftreiniger für jeden Zweck

Es gibt verschiedene Arten von Luftreinigern auf dem Markt. Die Wahl des richtigen Produktes hängt von den spezifischen Bedürfnissen und den vorherrschenden Luftschadstoffen in einem Raum ab. Gängig sind beispielsweise filterbasierte Luftreiniger. Sogenannte HEPA-Filter (High Efficiency Particulate Air) sind besonders effektiv bei der Entfernung von feinen Partikeln wie Staub, Pollen, Tierhaaren und anderen Allergenen. Aktivkohlefilter hingegen sind darauf spezialisiert, Gerüche, chemische Verbindungen und flüchtige organische Verbindungen aus der Luft zu entfernen. Auch Geräte mit UV-C-Lichttechnologie eignen sich, da ihre ultraviolette Strahlung Mikroorganismen wie Bakterien, Viren und Schimmelsporen abtötet. Einige Luftreiniger verwenden eine Kombination dieser Filtertechnologien, um eine umfassende Reinigung der Raumluft zu erreichen.

Astrid Zehbe, Referentin Presse und Kommunikation Haus & Grund Deutschland

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