Outdoor-Sauna: Schwitzhütte im Garten

Eine Sauna im Garten ist für Wellnessfans ein Traum. Doch beim Aufbau einer solchen Außensauna gibt es einiges zu beachten.

Ein kühler Bergsee, ein lauschig-ruhiges Plätzchen und ein erholsamer Saunagang – nur ein ferner Traum? Der lässt sich sehr wohl realisieren! Das Saunazelt verspricht entspanntes Saunieren in freier Natur; mobil und günstig. Die speziell angefertigten, schwer entflammbaren Zelte wiegen rund 20 Kilogramm und werden wie herkömmliche Campingzelte aufgebaut. Hinein kommt ein kleiner tragbarer Holzofen mit einem Ofenrohr. Ungefährlich ist solch eine Zeltsauna jedoch nicht. Bei unsachgemäßer Anwendung kann es zu starker Rauchentwicklung oder gar einem Brand kommen. Zudem muss das Saunazelt bei jeder Benutzung neu aufgebaut und gesichert werden.

Auf ausreichend Platz achten

Praktischer für den Garten ist ein festes Saunahäuschen. Ob platzsparende Fasssauna, finnisches Blockhaus oder Saunalandschaft mit Wellnessbereich – wer ausreichend Platz im Garten hat, kann sich den Traum von der eigenen Schwitzhütte erfüllen. Mindestens sechs Quadratmeter sollte die Minisauna haben. Je mehr Menschen darin Platz finden sollen, desto größer muss die Hütte werden. Grundsätzlich gilt: Planen Sie 1,5 Quadratmeter Fläche pro Person ein.

Je größer die Sauna, desto mehr kostet sie. Kleine Fertigbausätze für zwei bis drei Personen gibt es schon ab etwa 3.000 Euro. Wer die Gartensauna vom Profi individuell planen und aufbauen lässt, muss mit Kosten in Höhe von 5.000 Euro aufwärts rechnen.

Zentrales Element ist natürlich der Saunaofen. Er muss zur Größe des Raumes passen und darf nicht zu klein dimensioniert sein. Auch gilt es, die passende Heizquelle zu finden. Meist werden Gartensaunen elektrisch beheizt. Dafür braucht es aber einen Starkstromanschluss. Achtung: Hier unbedingt den Profi ranlassen! Vorteil der Elektro-Öfen: Moderne Modelle sind programmierbar und passen die Wärme an die individuellen Vorlieben und Bedürfnisse an. Dank Zeitschaltuhr oder Smart-Home-Verbindung ist die Sauna pünktlich startklar.

Kommt kein Stromanschluss infrage, tut es der Holzofen. Die natürliche Wärmequelle schafft ein besonders rustikales Ambiente. Jedoch braucht es viel Aufmerksamkeit und Übung, um die Temperatur in der holzbeheizten Sauna an die persönlichen Bedürfnisse anzupassen. Zudem müssen Holzofen und Sauna vom Schornsteinfeger abgenommen sowie regelmäßig gereinigt und gewartet werden. Gasöfen sind für die kleine Heimsauna eher ungeeignet.

Neben Strom braucht die Gartensauna aber auch einen Wasseranschluss – zumindest, wenn es direkt vor der Saunatür eine Dusche geben soll. Alternativ sorgt auch ein Sprung in den Pool oder Schwimmteich für die willkommene Abkühlung.

Damit die Wärme von Elektro- oder Holzofen aber nicht sofort ins Freie verpufft, braucht es eine gute Isolation. Wenigstens 28 Millimeter Dicke sollten die Wände der Gartensauna aufweisen. Auch Türen und Fenster sollten gut isoliert sein. Grundsätzlich gilt: Kleine Fenster verursachen weniger Wärmeverlust, schränken allerdings auch den Blick in den Garten ein. Hilfreich ist zudem ein Vorraum. Der dient als Schleuse und bietet gleichzeitig die Möglichkeit, sich aus- beziehungsweise anzuziehen.

Das richtige Holz für innen

Als Baumaterial für den Innenraum kommt chemisch unbehandeltes Holz von Fichte oder kanadischer Hemlock-Tanne infrage. Diese Nadelhölzer haben sich dank ihrer guten Strahlungseigenschaften bei gleichzeitig geringer Wärmeleitfähigkeit bewährt. Für die Bänke bieten sich Espe, Pappel oder Abachi an. Diese Hölzer werden nicht zu heiß und splittern selten.

Je nach Bauart und Untergrund ist zudem ein Fundament – möglichst mit Drainage – erforderlich. Zwischen Bodenplatte und Sauna sollte eine wasserundurchlässige Trennschicht angebracht werden. Das Dach wird mit Schindeln eingedeckt, die das Holz vor Regen und Schnee schützen.

Katharina Lehmann

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