Haftpflichtversicherung: Welche Schäden sind versichert?

Ein Glas fällt vom Tisch, ein Radfahrer übersieht den Fußgänger beim Abbiegen, und schon wird es teuer. Damit solche Missgeschicke nicht zum finanziellen Fiasko werden, gibt es die private Haftpflichtversicherung. Sie übernimmt Ansprüche, wenn Dinge kaputtgehen oder Personen zu Schaden kommen, und schützt damit Ihr Budget vor unerwarteten Belastungen.

Die private Haftpflicht (PHV) sichert Sie und Ihre Familie gegen Schäden ab, die Sie anderen versehentlich zufügen. Das betrifft sowohl Personen- und Sachschäden als auch Vermögensschäden, bei denen Dritte einen reinen Geldverlust erleiden. Dank geringer Beiträge und hoher Deckungssummen gilt eine PHV als unverzichtbar: Ein kleiner Beitrag verhindert, dass Sie plötzlich immense Forderungen erfüllen müssen.

Die drei Schadensarten im Überblick
Die PHV unterscheidet zwischen Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Erstere treten auf, wenn jemand durch Ihr Verschulden verletzt wird und Heilbehandlungskosten oder Schmerzensgeld anfallen. Sachschäden umfassen alle Beschädigungen an fremdem Eigentum, etwa ein heruntergefallenes Smartphone. Vermögensschäden sind jene Fälle, in denen Dritte durch Ihr Versehen einen rein finanziellen Verlust erleiden – zum Beispiel, wenn ein Handwerker infolge eines Unfalls nicht mehr arbeiten kann und Aufträge absagen muss.

Was ist der Unterschied zur gesetzlichen Haftpflichtversicherung?
Gesetzliche Haftpflichtversicherungen gibt es nur in bestimmten Bereichen, etwa die Kfz-Haftpflicht, die jeder Autofahrer abschließen muss. Zudem sind einige Berufe wie Ärzte oder Architekten verpflichtet, eine Berufshaftpflicht zu führen. Eine PHV ist hingegen freiwillig, aber essenziell, da es keine staatliche Absicherung gegen private Schadensersatzansprüche gibt. Wer ohne PHV einen Unfall verursacht, haftet in voller Höhe selbst, was sehr teuer werden kann.

Wann zahlt die private Haftpflichtversicherung nicht?
Nicht abgedeckt sind unter anderem vorsätzliche Schäden und solche, die Sie an Ihrem eigenen Hab und Gut oder an Haushaltsmitgliedern verursachen. Auch Unfälle mit Kraftfahrzeugen zählen nicht zur PHV, sondern zur Kfz-Haftpflicht. Darüber hinaus können vertragliche Ausschlüsse greifen, etwa bei riskanten Sportarten. Wer einen Schaden verspätet oder unvollständig meldet, riskiert zudem Einschränkungen beim Versicherungsschutz.

Fazit: Die Privathaftpflichtversicherung macht den Alltag sorgenfreier

Eine private Haftpflichtversicherung ist für jeden sinnvoll, der bei alltäglichen Missgeschicken finanziell abgesichert sein möchte. Sie deckt ein breites Spektrum an Schäden ab und ist trotz ihres hohen Nutzens vergleichsweise günstig. Wer zudem die wichtigsten Obliegenheiten kennt, Schäden zeitnah meldet und die Vertragsbedingungen beachtet, muss sich im Ernstfall um die Kosten keine Sorgen machen.

GEV Grundeigentümer-Versicherung

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