Fenster: Echte Hightech-Bauteile

Moderne Fenster sind wahre Alleskönner. Sie sehen nicht nur gut aus, sie bieten auch effizienten Schutz vor Wärmeverlust, UV-Strahlung, Lärm und ungebetenen Gästen.

Bei Neubauten oder Sanierungen älterer Häuser stehen immer auch die Fenster im Fokus: Wie sollen sie aussehen? Welche Funktionen sollen sie erfüllen? Was dürfen sie kosten? All dies sind wichtige Fragen, die man am besten mit Fachleuten bespricht. Sie wissen um das Zusammenspiel von Fenster und Rahmen, von Wärmedurchlässigkeit und Heizenergie, von Sonneneinstrahlung und Sonnenschutz.

Seit Längerem geht der Trend zu großen Fenstern. Das wirkt nicht nur modern – gut gedämmte große Glasflächen können im Winter auch die Sonneneinstrahlung nutzen und so den Heizbedarf senken. Je nach Vorliebe und Geldbeutel sind die großen Fenster von breiteren oder schmäleren Rahmen umgeben.

Breite Palette an Rahmen
Fensterrahmen werden heute aus Kunststoff, Aluminium, Stahl, Holz oder auch aus einer Kombination aus Holz und Aluminium hergestellt. Dabei sind Kunststofffenster die am häufigsten gewählte Variante. Wie andere Materialien können auch sie heute gut recycelt werden. Bei den Farben dominieren neben Weiß vor allem helle Natur- und gedeckte Töne bis hin zu metallischem Anthrazit. Wer mag, kann aber auch kräftige Farben auswählen. Passend dazu sollte man den Sonnen- und Sichtschutz einplanen. Besonders effektiv sind Rollläden und außen liegende Raffstores.

Immer öfter Dreifachverglasung
Moderne Fenster sind heute durch ihre Wärmedämmgläser und fortschrittliche Rahmen echte Energie- und Hightech-Bauteile. Damit möglichst wenig Wärme verloren geht, empfiehlt sich ein Fenster mit einem Wärmedurchgangskoeffizienten – dem sogenannten UW-Wert – von 0,95 W (m²K) oder kleiner, was auch die Voraussetzungen für die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) erfüllt. Nötig ist dafür eine Dreifachverglasung. Eine weitere wichtige Kennzahl für Fenster ist der Lichttransmissionsgrad. Er gibt an, wie viel Tageslicht durch die Fenster in das Innere des Gebäudes gelangt. Dabei gilt: Je höher der Lichttransmissionsgrad, desto heller wirkt der Raum.

Lärmschutz wird wichtiger
Nicht zu vergessen der Schallschutz: Gerade in innerstädtischen Bereichen oder in der Nähe von großen Straßen tragen Lärmschutzfenster zu einem höheren Wohnkomfort bei und beugen gesundheitlichen Schäden vor. Dabei sind die Fenster so gebaut, dass sie die Übertragung der Schallwellen von außen nach innen so stark wie möglich verringern.

Das geschieht über mehrschichtige Verglasungen aus verschiedenen Glasstärken. Ganz wichtig sind dabei Rahmen, die besonders dicht konstruiert sind, um Schallbrücken zu vermeiden, sowie spezielle Dichtungen. Der erzielte Schutz lässt sich an sechs verschiedenen Schallschutzklassen ablesen. Dabei gilt: je höher, desto besser.

Widerstandsklassen beachten
In puncto Sicherheit haben moderne Fenster heute ebenfalls einiges zu bieten. Wer neue Fenster einbaut oder ältere nachrüstet, sollte deshalb Modelle mit Widerstandsklasse RC 2 (RC steht für „resistance class“) oder RC 3 wählen. Je höher die Widerstandsklasse, desto länger benötigt ein potenzieller Einbrecher, um das Fenster oder die Terrassentür zu öffnen.

Widerstandsklasse RC 2 beschreibt ein Fenster, das etwa drei Minuten einem Einbrecher mit leichtem Werkzeug standhält. Solche Fenster sind mit Pilzkopfzapfenbeschlägen, einbruchhemmender Verglasung und mit einem abschließbaren Fenstergriff ausgestattet.

Bei Widerstandsklasse RC 3 haben auch die Glasflächen einen höheren Widerstandswert, sodass Eindringlinge selbst mit einer Brechstange oder ähnlichen Werkzeugen fünf Minuten brauchen, um das Fenster aufzubrechen.

Smarte Fenster für smarte Häuser
Darüber hinaus lassen sich moderne Fenster elektrisch öffnen und schließen. Dies kann über einen Taster an der Wand oder aber über eine App geschehen. So lassen sich Fenster gut in ein Smarthome integrieren. Und beim Verlassen des Hauses oder auch aus der Ferne lässt sich überprüfen, ob tatsächlich alle Fenster geschlossen sind. Im Fensterglas integrierte Glasbruchmelder können zudem Alarm schlagen, wenn ein Fenster gewaltsam geöffnet wird.

Das alles hat seinen Preis. Je nach Anforderungen an moderne Fenster und ihre Rahmen variieren die Kosten deutlich. Es ist deshalb ratsam, verschiedene Angebote von Fachbetrieben einzuholen und zu vergleichen.

Fördermöglichkeiten

Für den Einbau neuer energieeffizienter Fenster gibt es eine staatliche Förderung. Welche Förderung für welche Immobilie passen könnte, zeigt der kostenlose Förderrechner auf der Website des Verbandes Fenster und Fassade.

Mehr dazu unter hausund.co/3PovEtq

Karin Birk

Suchcode: 2606-HL03

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