Cocooning – Gemütlichkeit zu Hause

Den Arbeitsalltag vor der Wohnungstür aussperren und die eigenen vier Wände so behaglich einrichten wie es nur geht. Und somit eine Wohlfühloase als Bollwerk gegen die Probleme und Krisen der Außenwelt schaffen. So lässt sich der Lifestyle-Trend Cocooning beschreiben.

Wenn es draußen immer kälter wird, ziehen wir uns in die eigenen vier Wände zurück und machen es uns drinnen so richtig gemütlich. Die frostige Winterzeit lädt geradezu zum Cocooning ein. Der Begriff spielt mit dem Bild eines sich verpuppenden Schmetterlings. Dabei spinnt sich die Larve in ihren Kokon (englisch „cocoon“) ein und verweilt gemütlich in dem Gehäuse.

Comeback in Krisenzeiten
Bereits im letzten Jahrhundert konnten US-amerikanische Forscher einen solchen Trend ausmachen. Sie stellten fest, dass sich die Menschen in unruhigen politischen Zeiten und im Zuge rasant steigender Preise vermehrt ins Private zurückziehen. Denn: Im eigenen Zuhause herrschen Sicherheit und Frieden, die Welt ist hier noch in Ordnung. Kein Wunder, dass der Begriff in den Achtzigerjahren zu Zeiten des Kalten Krieges dann letztendlich geprägt wurde.

Mit dem Aufkommen der Covid-19-Pandemie erlebte der Trend eine Art Comeback. Sogar der Begriff „CorCooning“, also Cocooning in Zeiten von Corona, machte die Runde. Ob Ausgangssperre, Abstandsregeln oder Angst vor Ansteckung: Das Zuhause als Lebensmittelpunkt wurde zum Dauerprojekt. Renovieren, Verschönern und noch gemütlicher einrichten lautete die Devise.

Und auch Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine und die daraus resultierende Energiekrise lässt viele in diesem Winter den Rückzug ins traute Heim antreten. Doch wie funktioniert Cocooning in Zeiten von Energieknappheit? Licht aus, Kerze an und mit Wollsocken in Decken eingehüllt?

Mehr Lifestyle als Wohntrend
Wie genau man den freiwilligen Rückzug zelebriert, bleibt jedem selbst überlassen. Cocooning macht keine Vorschriften. Vielmehr offeriert der Lebensstil eine breite Palette an Möglichkeiten, um den jeweiligen Raum mit Accessoires, Möbeln oder Farben stimmungsvoll aufzuwerten.

So kann man schon mit kleinen Maßnahmen wie Plaids, Schaffellen, Kissen oder weichen Teppichen die Wohnung in puncto warmer Gemütlichkeit aufwerten. Oder vielleicht fehlte im Schlafzimmer noch ein bequemer Lesesessel, der zum Schmökern bei einer Tasse Tee einlädt. So kann der Raum nicht nur zum Schlafen dienen, sondern ebenso zum Abschalten und Genießen.

Gemütlich und effizient im Smart Home
Auch ein stimmiges Lichtkonzept mit dämmbaren Lampen oder elektrischem Kerzenlicht verwandelt einen Raum im Nu vom Homeoffice- in den Feierabendmodus. Dank Smarthome-Technik sind verschiedene Lichtszenarien per Fingertipp oder Sprachbefehl möglich. Und überhaupt hilft das intelligente Zuhause auch beim Energiesparen. Die herkömmlichen Thermostate durch smarte ersetzen – so lässt sich die Temperatur bequem vom Sofa aus mit dem Smartphone regeln. Sind Fenster und Türen mit Kontakten versehen, schaltet sich die Heizung während des Lüftens automatisch ab.

Und wenn man selbst nichts gegen die Energiekrise unternehmen kann, so hat man doch eines in der Hand: ein gemütlich eingerichtetes Zuhause ohne unnötige Energieverluste.

Anna Katharina Fricke, Referentin Presse und Kommunikation Haus & Grund Deutschland

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