Die gesetzliche Kostenaufteilung des CO₂-Preises zwischen Mietern und Vermietern wird von einer deutlichen Mehrheit der befragten Mitglieder kritisch bewertet. In der aktuellen Umfrage lehnten 66,4 Prozent der Teilnehmenden das Instrument vollständig ab, weitere 10,5 Prozent lehnen es eher ab. Damit sprechen sich insgesamt 76,9 Prozent grundsätzlich gegen die derzeitige Ausgestaltung aus.
Zustimmung findet das Modell nur bei einer Minderheit: 7,7 Prozent unterstützen den CO₂-Preis eher, 12,6 Prozent vollständig. Unentschieden zeigen sich lediglich 2,8 Prozent der Befragten.
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass viele Eigentümer das Instrument als unausgewogen empfinden. Zwar liegt die Verantwortung für den energetischen Zustand eines Gebäudes grundsätzlich beim Eigentümer, auf das individuelle Heiz- und Verbrauchsverhalten der Mieter haben Vermieter jedoch keinen Einfluss. Vor diesem Hintergrund wird die gesetzliche Verpflichtung zur anteiligen Übernahme der CO₂-Kosten von vielen Befragten kritisch gesehen. Die Umfrage zeigt zudem, dass die klimapolitische Lenkungswirkung des CO₂-Preises im Gebäudebereich aus Sicht vieler Mitglieder bislang nicht überzeugt und unterstreicht damit den anhaltenden Diskussionsbedarf über praktikable, faire und verlässliche Klimaschutzinstrumente für Eigentümer.
Mit dem WohnKlima-Panel erfassen wir regelmäßig die Einschätzungen privater Eigentümer, um politische Entscheidungen faktenbasiert zu begleiten. Wenn Sie an zukünftigen Befragungen teilnehmen möchten, registrieren Sie sich unter hausund.co/panel und unterstützen Sie unsere Arbeit.